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jey1987

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10.03.2010, 09:35

Litoria caerulea (Korallenfingerlaubfrosch)





Verbreitungsgebiet

Litoria caerulea bewohnt Gebiete im Norden und Osten Australiens (vor allem Queensland) und Neuguineas. In der Zwischenzeit wurden die Tiere auch in den Süden der USA und nach Neuselland verschleppt, wo sie sich relativ stark vermehren.

Lebenserwartung
Die Lebenserwartung dieser Tiere wird auf bis zu 20 Jahre geschätzt. Eine Anschaffung ist also gut zu überlegen.

Aussehen
Besonders auffällig an den Kroallenfingerlaubfröschen ist ihr Größe und die plumpe Körperform, sowie eine wulstige Hautverdickung, die von den Augen bis zu den Hinterbeinen reicht. Je älter die Tiere sind, desto stärker ist die Hautfalte ausgebprägt. Diese steht auch mit dem Ernährungszustand in Zusammenhang.
Die Farben der Frösche können stark variieren. Die Frösche können leuchtend Grün, Türkis, Armeegrün, aber auch braun sein. Noch dazu verfärben sich die Frösche Stimmungs- und evtl. auch Temperaturabhängig. Sie sind die Farben in Aktivität besonders kräftig und kräftig grün oder türkis gefärbte Tiere sind bei Inaktivität braun. Selten sind auch blau gefärbte Korallenfingerlaubfrösche zu finden. Oft findet man auch Tiere mit kleinen runden weißen oder goldenen Flecken.
Die Haut der Frösche ist glatt mit einer gleichmäßigen Oberflächenstruktur. Nur die Bauchhaut ist weiß und körnig.
Die Oberschenkel sind innen meist bräunlich oder rosa gefärbt.
Unterhalb der Hautfalte, neben den Augen liegt das sichtbare, runde Trommelfell.
Die großen goldenen oder silbernen Augen verfügen über eine querstehende Pupille.
Die hochgezogenen Mundwinkel lassen den Frosch erscheinen, als würde er lächeln. Das macht diese Art zu sehr beliebten Haustieren. Passend zu dem wuchtigen Körper, ist auch der Kopf der Tiere sehr breit.
An den vorderen Füßen haben die Frösche vier breite Finger, hinten haben sie fünf ebenfalls breite Zehen. An den Vorderbeinen nehmen die Schwimmhäute nur ein Drittel der Fingerlänge ein, an den Hinterbeinen sind es zwei Drittel.
An den Zehenenden besitzen die Frösche Saugscheiben, womit sie sehr gut an glatten Flächen haften können.

Geschlechtsunterschiede
Weibliche Korallenfinger sind deutlich größer und auch dicker als Männchen. Außerdem haben die Männchen eine etwas dunklere Kehle. Dort liegt die große mittig gelegene Schallblase.
Doch auch die Weibchen können bei dieser Art quaken. Sie sind jedoch deutlich leiser und quaken auch nur selten (z.B. bei Lärm).
Die Geschlechtsreife tritt mit ca. 2 Jahren ein.

Natürlicher Lebensraum
Das Habitat der Tiere liegt in der subtropischen Klimazonen. Auch in warmgemäßigten Zonen ist er anzutreffen, allerdings nur dort, wo die Winter nicht kalt werden (Tiefland von New South Wales).
Die Frösche leben häufig hoch oben auf Bäumen und immer in der Nähe von kleinen, ruhigen Gewässern. Doch auch in Städte und Hotelanlagen hat es die Tiere schon verschlagen, denn die Lichter ziehen das Futter und damit die Frösche an. Häufig sind sie dort in Brunnen zu finden.

Das Terrarium
Das Terrarium sollte mindestens (!) 80x50x80cm (LxBxH) groß sein.
Der Bodengrund sollte Saugfähig sein. Eine Drainageschicht aus Blähton o.Ä. ist auf jeden Fall empfehlenswert. Möchte man züchten sollte man sich überlegen ob die Quappen im Terrarium aufgezogen werden sollen, denn dann wird kein Bodengrund verwendet, damit das Becken geflutet werden kann.
Eine Rückwand die mit Epoxidharz oder ähnlichem versiegelt ist, ist ratsam. Wenn Fliesenkleber verwendet wird sollte dieser unbedingt auch zusätzlich versiegelt werden.
Eine ausreichende Bepflanzung ist in einem Waldterrarium unerlässlich. Da diese Frösche sehr groß und wuchtig sind eignen sich vor allem Pflanzen mit kräftigen Blättern, wie die Monstera, Efeutute und die Bananenpflanze. Auch Ficcusarten mit kräftigen Blättern und kräftige Bromelien sind gut geeignet.
Eine Badeschale darf auf keinen Fall fehlen. Die Frösche sind keine Schwimmer, daher muss keine sehr große Schale vorhanden sein. Am liebsten Hängen die Frösche am Beckenrand oder sitzen auf Steinen im Wasserteil.
Bei der Einrichtung dürden auch Hälter nicht fehlen. Beliebt sind Korkäste und Korkröhren. Die Korkröhren kann man wagerecht in das Terrarium hängen, darin schlafen die Frösche gern.
Auch Bambus ist sehr beliebt. Schräg ins Terrarium gestellte Bambusstäbe (oben ofen) mit einem Durchmesser von mindestens 8cm eignen sich gut als Schlafplätze.


Terrarienklima
Temperatur:
Es sollte auf jeden Fall ein Temperaturgefälle (von oben nach unten) vorhanden sein. Dieses sollte bei 22 bis 30°C liegen. lokal sind 32 bis 34°C möglich und auch erwünscht.

Luftfeuchtigkeit:
Die erforderliche Luftfeuchtigkeit von ca. 60% tags ist für Frösche relativ gering und gut durch eine gute Bepflanzung und regelmäßiges sprühen zu bewerkstelligen. Nachts sollte die Luftfeuchtigkeit ansteigen.

Terrarientechnik:
Als Grundbeleuchtung eignen sich sehr gut Leuchtstoffröhren und Kompaktlampen. Zusätzliche Spots sorgen für die erforderlichen Temperaturen. Die Beleuchtung sollte unbedingt unerreichbar für die Frösche sein.
Das Verwenden einer Regenanlage ist möglich, aber nicht unbedingt nötig, wenn regelmäßig gesprüht wird.

Winterruhe
Eine Winterruhe ist nicht unbedingt nötig, da die Tiere zum Teil aber auch aus warm-gemäßigten Zonen Stammen, ist es möglich Temperatur und Fütterung im Winter etwas runterzufahren.

Ernährung
Diese Frösche verfetten sehr sehr schnell. Daher sollte nicht zu häufig gefüttert werden. Passend ist ein Intervall von 3 Tagen.

Futter:
Gefressen wird alles was ins Maul passt. Dabei ist auf eine Abwechslungsreiche und gesunde Ernährung zu achten. Gut geeignete Futtertiere sind Schaben, Grillen, Heimchen, Regenwürmer und auch Fliegen. Zophobas und co. sollten sehr sparsam verfüttert werden.
Häufig werden auch Mäuse verfüttert, das würde ich aber nicht empfehlen, da die Tiere da noch schneller verfetten und Insekten ausreichend sind.

Fütterung:
Die Futtertere sollten gut im Terrarium verteilt werden. Die Frösche sollen sich unbedingt bewegen, da sie schnell faul und damit auch fett werden.

Nahrungsergänzung:
Neben der gesunden Ernährung der Futtertiere sind auch Vitamine und Calcium wichtig. Damit sollten die Insekten regelmäßig bestäubt werden. Ich verwende dafür Cacliumcarbonat und Herpetal Amphib.

Zucht
Die Zucht dieser Art ist nicht unbedingt als einfach anzusehen und gelingt nicht sehr oft. Häufig werden Hormone verabreicht um die Zucht anzukurbeln. Davon würde ich allerdings Abstand nehmen.
Da sich die Tiere im Sommer paaren und da im Habitat besonders viel Regen fällt sollten die Tiere zur Zucht unbedingt beregnet werden.

Fortpflanzung:
Die Partnersuche findet durch laute Rufe statt. Ist der Partner erst mal gefunden, paaren sie sich im ruhigen Wasser. Um den Amplexus (Umklammerung des Weibchens) zu festigen besitzt das Männchen an der Daumeninnenseite so genannte Brunftschwielen (Hornhaut), so kann das Männchen nicht so leicht abrutschen.

Eiablage:
Das Weibchen legt große Leichballen ab. Diese bestehen aus 200 bis 300 Eiern und werden vom Männchen besamt, während es das Weibchen noch umklammert.
Da sich das Männchen mit den Hornschwielen gut halten kann, kann der Amplexus bis zu 2 Tage dauern. In der Zeit werden ständig neue Leichballen befruchtet. Somit kann man bei einer Paarung auf 2000 bis 3000 befruchtete Eier kommen.
Die 1 bis 1.5 mm großen, braunen Eier sind von der durchsichtigen Gallerte umgeben.
Der befruchtete Leichtballen sinkt auf den Boden des Wassergefäßes oder bleibt an Pflanzen im Wasser kleben.

Bis zum Landgang:
Die Wassertemperatur sollte bei 28 bis 35°C liegen. dann Schlüpfen die Quappen bereits nach 3 Tagen. Das Wasser sollte mindestens 5 und maximal 50cm tief sein. Es ist also gut möglich den Leich in ein kleines Aquarium zu überführen. Tieferes Wasser lässt sich meist besser beheizen. Es ist aber auch möglich das Terrarium der Alttiere zu fluten. Ich würde empfehlen nicht alle Quappen aufzuziehen, denn 2000 Jungfrösche müssen auch gut untergebracht und ernährt werden.
Bevor die Quappen nach zwei bis drei Monaten an Land gehen, sollten sie unbedingt aus dem Becken der Eltern genommen werden, da diese ihre Jungtiere sonst fressen.

Aufzucht der Jungtiere
Die Haltungsbedingungen der Jungtiere entsprechen in etwa denen der Adulttiere.
Sie werden allerdings täglich gefüttert und das Terrarium sollte etwas kleiner sein. Die Jungtiere lassen sich gut in Gruppen aufziehen. Ich würde die Verwendung von UV-Licht empfehlen, außerdem muss unbedingt ausreichend Calcium verabreicht werden.

Besonderheiten
Ruf
Die Frösche rufen relativ selten und zeigen nur in der Paarungszeit ausdauer:
http://www.youtube.com/watch?v=H4Kl_dpfx_s&feature=related

Atmung und Hautsekret
Obwohl dieser Frosch über Lungen verfügt wird ein wesentlicher Teil des Sauerstoffbedarfs über die Haut abgedeckt. Daher sollte die Haut gut feucht gehalten werden. Dies sollte auch beim Transport bedacht werden.
Da sich auf feuchte Haut Keime wie Bakterien und Pilze gut entwickeln, bildet der Frosch ein Hautsekret (Peptide, genauer Cearine, die antibakteriell und antiviral wirken) das die Keime abtötet.
Dieses Sekret macht den Frosch auch für die Arzneimittelforschung sehr interessant. Es wurde festgestellt, dass dieses Sekret HI-Viren (Den AIDS-Auslöser) abtöten kann, gesunden Zellen aber nichts anhat.

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